Hinweise für Angehörige

Wenn Ihr suchtmittelabhängiger Angehöriger (z.B. Ihr Sohn, Ihre Tochter oder Ihr Partner) eine Therapie am Erlenhof beginnt, ist es wichtig folgendes zu wissen:

 

Erkennen Sie seine Suchtmittelabhängigkeit als Krankheit an. Denken Sie daran, dass er nur dann eine Chance auf dauerhafte seelische Gesundheit hat, wenn er in Zukunft jeden Konsum von psychotropen Substanzen (illegale Drogen, Barbiturate, Benzodiazepine, Amphetamine, Alkohol) meidet.

Zeigen Sie ihm Vertrauen und Anteilnahme, erkennen Sie ihn dabei aber als selbständige Persönlichkeit an und bevormunden Sie ihn nicht. Das bedeutet für Sie, sich im Loslassen zu üben, nicht im Sinne von Verlassen, sonder indem sie ihm die Verantwortung und die wirklichen Konsequenzen für sein Verhalten zumuten.

 

Häufig wirkt sich die Bereitschaft von Angehörigen, den Drogenabhängigen unter allen Umständen wieder zu Hause aufzunehmen oder ihm finanziell unter die Arme zu greifen, kontraproduktiv auf die Therapiemotivation aus. Eine unangenehme Konfrontation in der therapeutischen Gemeinschaft ist dann oftmals Grund genug, die Therapie vorzeitig abzubrechen und die Verantwortung dafür auch noch irgendeinem Mitklienten oder Therapeuten zuzuschieben.

 

Gehen Sie daher sorgsam mit Ihren Zuwendungen um. Prüfen Sie jede Art von Unterstützung darauf, ob sie für Ihren Angehörigen eine Verführung zum Verharren in der Passivität sein könnte, dass er also nicht selbst für eine Lösung sorgen muß. Sucht ist etwas durch und durch Passives und das notwendige Erlernen von Selbständigkeit erfordert sehr klare, oft hart erscheinende Grenzen. Wir haben am Erlenhof viel Erfahrung im Umgang mit derartigen Grenzen, aber sie werden nur dann Wirkung zeigen, wenn das Therapiekonzept von den Angehörigen unserer KlientInnen mitgetragen wird.

 

Wenn Sie mit diesen Aufgaben Schwierigkeiten bekommen oder eine Verschlechterung oder Verunsicherung in der Beziehung zu Ihrem Angehörigen feststellen, können Sie sich gerne an uns wenden. Unsere FamilientherapeutInnen bieten dafür unterschiedliche Formen professioneller Begleitung an.

Wir empfehlen Ihnen sehr, eine der bestehenden Angehörigengruppen für Abhängigkeitskranke zu besuchen. Die diesbezüglichen Adressen können Sie bei uns erfragen.

Therapiestation Erlenhof

Taubing 7

A 4731 Prambachkirchen

 

Leitung: Peter K. Olbrich

 

Tel: +43 (7277) 6913-14

Fax: +43 (7277) 6903

erlenhof@promenteooe.at

 

Erreichbarkeit: 

Montag - Freitag:

8:00 - 12:00 und

13:00 - 16:00